Presse

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20.09.2016, 15:09 Uhr
JU informiert sich bei Alsfelder Stadtwerken
Regenüberlaufbecken muss für rund 705.000 Euro saniert werden

Am vergangenen Donnerstag besuchte eine Delegation der Alsfelder Jungen Union gemeinsam mit CDU-Vorsitzenden Heinz und Bürgermeister Paule die Stadtwerke Alsfeld. Der „JU-Stadtverordnete“ Frank Jungk ist seit April Mitglied der Betriebskommission der Stadtwerke. Dies nahm der Vorsitzende Eric Planz zum Anlass, die Kläranlage und das zur Sanierung anstehende Regenüberlaufbecken „An der Au“ zu besichtigen.

Dipl. Ing (FH) Rainer Merle erklärt den Klärprozess. In der Nachklärbeckenablaufrinne erkennt man das saubere Wasser, wie es in die Schwalm geleitet wird.

Der Technische Betriebsleiter Dipl. Ing. Rainer Merle zeigte zuerst den Aufbau der Alsfelder Kläranlage. Zwischen 60 und 300 Liter treffen pro Sekunde in der Anlage ein, wobei mittlerweile auch die Abwässer der Stadtteile Altenburg, Liederbach, Schwabenrod, Münch- Leusel und Eudorf in Alsfeld gereinigt werden.

Nach der Rechenanlage und dem Sandfang gelangt das von Grobstoffen und Sand gereinigte Abwasser in den Teil der Kläranlage, wo die im Wasser gelösten Inhaltsstoffe durch Bakterien abgebaut werden. Die sich dabei vermehrenden überschüssigen Bakterien werden im Faulturm in ein feucht erdiges Substrat (Klärschlamm) umgewandelt. Dabei entsteht Methangas als Abfallprodukt, welches in einem Blockheizkraftwerk verbrannt und daraus Strom gewonnen wird. Seit einigen Jahren erfolgt die Zugabe von tierischen und pflanzlichen Abfallfetten, wodurch sich die Gasproduktion um bis zu 400% steigern lässt. Zudem sei Merle mit seiner Mannschaft „hinter her“ den Energieverbrauch der Anlage zu senken. So wurde der Verbrauch von 726 tausend kWh im Jahr 2006 im vergangenen Jahr auf 535 tausend kWh gesenkt. Das BHKW erzeugt mittlerweile über 55 % der benötigten Energie, wobei bis zu 65% angestrebt werden.

Anschließend stellte Merle das zur Sanierung anstehende fast 45 Jahre alte Regenüberlaufbecken „An der Au“ vor, mit einem Speichervolumen von 1.900m³.  Aufgrund von Alterung und damaligen Baumängeln (zu geringe Betondeckung) sind Risse entstanden, die das Becken gefährden. Daher soll mit einer „Becken-in-Becken“-Konstruktion saniert werden. Mit rund 705.000 Euro Kosten sei dies noch die günstigste Version zur Sanierung des Beckens.

„Unsere Aufgabe ist es, möglichst kostengünstig und effizient zu arbeiten“, so Rainer Merle. „Schließlich tragen die Kosten alle Alsfelder Bürger durch ihre Abwassergebühren.“

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